Schlagwort-Archive: Paco Alcácer

➪ Fast wären die Bayern gestolpert


➪ Aber nur fast

SC Freiburg vs. Borussia Dortmund
SC Freiburg vs. Borussia Dortmund 0:4


➪ Bundesligaspieltag 30

Im Spiel der Bayern gegen den SV Werder Bremen hielten die Nordlichter lange die Null. Bremen, bis zu diesem Spiel in der Rückrunde noch ungeschlagen, schlug sich wacker in der Münchner Allianzarena. Zum Punktgewinn reichte es trotzdem nicht.

Der Innenverteidiger des FCB, Niklas Süle, erzielte in der 75. Minute das erlösende 1:0 für den amtierenden Meister. Die Bremer waren eine gute halbe Stunde in Unterzahl, weil Miloš Veljković nach seinem zweiten verwarnungswürdigem Foulspiel in der 58. Minute mit Gelb-Rot das Feld verlassen musste. Alles in allem haben die Bayern diese 3 Punkte dann auch mit diesem Endstand 1:0 nach Hause gebracht.

➪ SC Freiburg vs. Borussia Dortmund

Besser lief es da für die Borussen. Die Offensivpower der Schwarz-Gelben war wieder “on fire”. Vier Tore, vier Schützen. Nach einer Zauberkombination im Frieburger Strafraum bediente BVB Kapitän Marco Reus den in der Mitte völlig frei stehenden Jadon Sancho, der ungehindert in der 12. Minute das 1:0 erzielen konnte.

Die Freiburger hatten durchaus bis zur Halbzeitpause ihre Chancen, aber es ging mit dem 0:1 aus SCF Sicht in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel traf Marco Reus nach einem mustergültigen Zuspiel von R. Guerreiro dann selbst zum 0:2. Die Freiburger gaben nicht auf, aber Roman Bürki machte die Chancen zum Anschlußtreffer für die Breisgauer zu nichte.

In der 79.Minute machte der BVB dann den Deckel drauf. Wieder eine gelungene Kombination von Sancho auf Reus, der die Kugel zu “Best Buddy” Mario Götze, für den sich schon Top-Joker Paco Alcácer warm lief, quer legen konnte und der nur noch den Fuss zum 0:3 hinhalten musste. Nach seinem Treffer machte Götze Platz für den Spanier, der dann, wie sollte es auch für “Last Minute Paco” anders sein, noch seinen Edel-Joker Treffer erzielte.

Alcácer ließ es sich nicht nehmen den Handelfmeter, verursacht durch den Freiburger Stenzel drei Minuten vor Spielende, ins Netz zu knallen. Der Freiburger Torhüter war zwar in der richtigen Ecke und berührte auch den Ball, aber konnte den Einschlag im Tor nicht verhindern. Damit erzielte Paco Alcácer in seinem zweiundzwanzigsten Bundesligaspiel für den BVB sein Ligator Nummer 17.

Damit bleiben die Dortmunder mit einem Punkt hinter den Bayern weiter drann im Kampf um den Meistertitel 2019.



Die weiteren Spiele am 30. Spieltag

Die Partien im Überblick:

Main 05 : Fortuna Düsseldorf – 3:1
FC Augsburg : VfB Stuttgart – 6:0
FC Bayern : SV Werder Bremen – 1:0
SC Freiburg : Borussia Dortmund – 0:4
Bayer Leverkusen : FC Nürnberg – 2:0
Borussia Mönchengladbach : RB Leipzig – 1:2
FC Schalke 04 : TSG Hoffenheim – 2:5
Hertha BSC : Hannover 96 – 0:0
Vfl Wolfsburg : Eintracht Frankfurt – Montag, 22.4.2019, 20.30 Uhr

Neuer Kampfgeist – Borussia Dortmund auf dem Weg zurück an die Spitze

Der BVB ist wieder auf Kurs

BVB Fahne

Nach dem Ausscheiden Borussia Dortmunds im DFB-Pokal und der Champions League ist vorläufig auch der Traum von der Tabellenführung ausgeträumt. Nach gut einem halben Jahr an der Spitze musste der Verein seinem Konkurrenten FC Bayern München den Platz räumen und steht nun wieder auf Platz zwei der Rangliste.

Der herbe Einschnitt ins Selbstvertrauen nagt an der Mannschaft. Da kam der 3:1 Sieg gegen den VfB Stuttgart gerade recht. BVB-Fans sahen im Signal Iduna Park ihr Team wieder zu gewohnter Höchstform auflaufen. Die Niederlagen der aktuellen Saison scheinen dem Ehrgeiz der Spieler auf dem Feld keinen Abbruch getan zu haben. Erst lieferte Marco Reus in der 62. Minute das 1:0 für Dortmund, dann brachte Paco Alcacer nach dem Ausgleichstor von Stuttgart den BVB in der 84. Minute wieder in Führung, bevor Christian Pulisic in der 90. Minute den 3:1-Sieg für die Borussia beschloss. Das Spiel beweist einmal mehr, dass sich das Blatt im Fußball schnell wenden kann und alles möglich ist.

Buchmacher und Betreiber von Online-Wettbüros haben daher in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Bereits jetzt spekulieren Dortmunder Fans auf die baldige Rückkehr ihres Vereins an die Tabellenspitze und platzieren eifrig ihre Wetteinsätze. Dabei standen die Chancen auf einen Sieg nach langer Durststrecke bei Spielauftakt noch denkbar schlecht. Beinahe unverändert war der BVB mit seiner Startelf angetreten, der das 0:1 in der Champions League gegen die Tottenham Hotspurs noch in den Knochen gesteckt haben dürfte. Dennoch hielt BVB-Coach Lucien Favre an seiner Aufstellung fest und stärkte damit seinen Spielern den Rücken, um sich selbst aus dem Tief wieder herauszukicken. Bei strömendem Regen und starkem Wind arbeitete sich der BVB zwar mit hohem spielerischem Eifer an die Front, verpasste dann jedoch gleich mehrere Gelegenheiten, um den Kontrahenten frühzeitig auszuboten.

Der VfB hingegen erhöhte den Druck auf die gegenerische Offensive derart, dass dem BVB kaum Spielraum blieb, um seine Stärken auszuspielen. Die erste Spielhäfte zog sich bis auf wenige Spannungsmomente wie dem nur knapp vereitelten Stuttgarter Tor in der 31. Minute nur schleppend voran. Alles deutete darauf hin, dass sich auch das Spiel gegen Stuttgart in die Reihe, der sich zuletzt häufenden Niederlagen einreihen würde. Erst als Marco Reus in der 62. Minute das 1:0 für Dortmund schoss, gewann der BVB an Selbstbewusstein und legte vor. Doch dann erzielte Stuttgart den Ausgleich durch den Kopfballtreffer von Marc Oliver Kempf in der 71. Spielminute und alles war wieder offen. Dortmund aber blieb unbeirrt am Ball und sicherte sich so in der Nachspielzeit das 3:1. Der Jubel war nicht nur bei den Fans groß, auch in den Reihen der Spieler machte sich neuer Kampfgeist breit.

Am neu erwachten Erfolgswillen der Mannschaft scheint daher auch der Verlust der Tabellenführung nicht zu rütteln. Kapitän Marco Reus genoss seinen Führungstreffer sichtlich. Im Taumel des Glücks verkündete er nach dem Spiel gut gelaunt eine optimistische Zukunftsvision: Noch sei alles offen, um sich den Platz an der Spitze zurückzuerobern. Mit Blick auf den neu erstarkten Ehrgeiz der Mannschaft könnte er vielleicht sogar Recht behalten.