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➪ Derby UND Meisterschaft verkackt?!

➪ BVB unterliegt im Revier-Derby mit 2:4

BVB : FC Schalke 04 – 2:4

➪ Das bitterste Spiel der Saison

Zumindest aus Schwarz-Gelber Sicht. Natürlich war auch die Niederlage und das Ausscheiden in der Championsleague bitter. Auch andere unnötige Niederlagen und Punktverluste im Schlußspurt um die Meisterschaft 2018/2019 waren bitter, aber das Revier-Derby vor eigenem Publikum so zu verlieren, die zwingend nötigen Pflichtpunkte bis zum letzten Spieltag einzufahren und zu hoffen, dass die Bayern noch einmal stolpern, war dann wohl die wirklich bitterste Niederlage dieser Spielsaison.

Dabei fing es gut an für die Borussen

In der 14. Minute bediente Jadon Sancho mit einem Zauber Chip den in Richtung 5-Meter Raum laufenden Mario Götze, der dem jungen Nübel im Schalker Tor mit einem Kopfball in das lange Eck keine Chance ließ. Der junge Engländer bereitete damit das vierzehnte Saisontor der Borussen ein und steht damit auf Platz 1 in der Liste der Top Torvorlagen-Geber der Liga.

Vier Minuten später nahm das Drama einen Lauf. Ein umstrittener VAR Handelfmeter verhalf den Schalkern zum 1:1. Caligiuri behielt auch gegen die gelbe Wand die Nerven und verwandelte den Strafstoß zum Ausgleichtreffer.

In der 28. Minute kam es dann durch einen Eckball für die Knappen durch Caliguri und dem Kopfballtreffer von Salif Sané zum 2:1 für die Schalker, die mit ihrer zweiten Aktion den zweiten Treffer markierten. Das Spiel nahm an Fahrt und auch einer gewissen “Derby-Härte” auf, der FC Schalke konnte aber dieses Ergebnis in die Halbzeit “verteidigen”. Bei diesem Defensivkampf mussten die blau-Weissen noch 3 gelbe Karten einstecken. Verwarnt wurden Caliguri, Embolo und Serdar.

Zahlen lügen nicht

Dominanz bringt keine Punkte

Oder etwa doch?! Wenn man sich die Statistiken, den Spielverlauf und das Endergebnis anschaut, dann könnte man denken, diese beiden Werte gehören nicht zu einem einzigen Spiel. Tun sie aber.

Der große Knick kam dann mit den beiden Platzverweisen auf Dortmunder Seite. Nach einem Foul von Reus an Serdar flog der BVB Kapitän in der 60. Minute mit glatt Rot vom Platz. Es war ein Foul, aber die rote Karte war schon eine sehr harte Entscheidung.

Damit nicht genug. Diese Aktion wurde doppelt bestraft, denn Caliguri, der heute wohl das Spiel seines Lebens machte, zimmerte den resultierende Freistoß unhaltbar für Bürki in den Giebel. Keine 3 Minuten später grätschte der Rechtsverteidiger, ebenfalls wie kurz zuvor Reus, dem Schalker Serdar in die Beine und kommt einen Tick zu spät.

Auch hier zieht Schiri Zwayer die rote Karte. Der BVB war nun für die letzten 25 Minuten nur noch mit 8 Feldspielern auf dem Platz. Kurze Zeit später schliddert der Schalker Youngster
Weston McKennie mit einer regelrecht identischen Attacke wie Wolf und Reus, dem Dortmunder Witsel in die Beine, erhält dafür aber nur die gelbe Karte. Vorsichtshalber wechselte Huub Stevens McKennie dann gegen Jeffrey Bruma aus.

Doch die Borussen steckten nicht auf. Im Gegenteil. Lucien Favre brachte sogar noch frische Offensivkräfte und schickte Bruun Larsen für Götze und Pulisic für Guerreiro aufs Feld. Tatsächlich erzielte der BVB in der 85. Minute durch einen sehenswerten Treffer von Axel Witsel, der eine perfekte Kopfballvorlage vom zuvor eingewechselten Jacob Bruun-Larsen volley ins Tor drücken konnte, den Anschlußtreffer zum 2:3.

Man merkte aber, dass das Schlussdrittel des Spieles mit 9 Mann Kraft gekostet hat und mehr oder weniger kamen die Gäste dann in der 86. Minute im direkten Gegenzug durch einen perfekt platzierten Schuss von Embolo zu ihrem vierten Tor und dem Endstand von 2:4 aus Dortmunder Sicht.

Die beiden roten Karten innerhalb von 5 Minuten und das Fehlen von Wolf und Kapitän Reus in der nächsten Begegnung tun damit natürlich doppelt und dreifach weh.

Sie haben keine Ahnung vom Fussball

Pressekonferenz nach dem Revierderby BVB vs FC Schalke

Der Fussball macht sich lächerlich

Trainer Favre tobte anschliessend über die Schiedsrichterleistung und war verstaendlicherweise extrem aufgebracht. Sowohl über den Handelfmeter, wie auch ueber die beiden roten Karten.

Schliesslich ist diese Niederlage nicht nur die Niederlage im Prestigeduell im Pott, sondern kann auch das Schluesselspiel um die deutsche Meisterschaft gewesen sein.

Neuer Kampfgeist – Borussia Dortmund auf dem Weg zurück an die Spitze

Der BVB ist wieder auf Kurs

BVB Fahne

Nach dem Ausscheiden Borussia Dortmunds im DFB-Pokal und der Champions League ist vorläufig auch der Traum von der Tabellenführung ausgeträumt. Nach gut einem halben Jahr an der Spitze musste der Verein seinem Konkurrenten FC Bayern München den Platz räumen und steht nun wieder auf Platz zwei der Rangliste.

Der herbe Einschnitt ins Selbstvertrauen nagt an der Mannschaft. Da kam der 3:1 Sieg gegen den VfB Stuttgart gerade recht. BVB-Fans sahen im Signal Iduna Park ihr Team wieder zu gewohnter Höchstform auflaufen. Die Niederlagen der aktuellen Saison scheinen dem Ehrgeiz der Spieler auf dem Feld keinen Abbruch getan zu haben. Erst lieferte Marco Reus in der 62. Minute das 1:0 für Dortmund, dann brachte Paco Alcacer nach dem Ausgleichstor von Stuttgart den BVB in der 84. Minute wieder in Führung, bevor Christian Pulisic in der 90. Minute den 3:1-Sieg für die Borussia beschloss. Das Spiel beweist einmal mehr, dass sich das Blatt im Fußball schnell wenden kann und alles möglich ist.

Buchmacher und Betreiber von Online-Wettbüros haben daher in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Bereits jetzt spekulieren Dortmunder Fans auf die baldige Rückkehr ihres Vereins an die Tabellenspitze und platzieren eifrig ihre Wetteinsätze. Dabei standen die Chancen auf einen Sieg nach langer Durststrecke bei Spielauftakt noch denkbar schlecht. Beinahe unverändert war der BVB mit seiner Startelf angetreten, der das 0:1 in der Champions League gegen die Tottenham Hotspurs noch in den Knochen gesteckt haben dürfte. Dennoch hielt BVB-Coach Lucien Favre an seiner Aufstellung fest und stärkte damit seinen Spielern den Rücken, um sich selbst aus dem Tief wieder herauszukicken. Bei strömendem Regen und starkem Wind arbeitete sich der BVB zwar mit hohem spielerischem Eifer an die Front, verpasste dann jedoch gleich mehrere Gelegenheiten, um den Kontrahenten frühzeitig auszuboten.

Der VfB hingegen erhöhte den Druck auf die gegenerische Offensive derart, dass dem BVB kaum Spielraum blieb, um seine Stärken auszuspielen. Die erste Spielhäfte zog sich bis auf wenige Spannungsmomente wie dem nur knapp vereitelten Stuttgarter Tor in der 31. Minute nur schleppend voran. Alles deutete darauf hin, dass sich auch das Spiel gegen Stuttgart in die Reihe, der sich zuletzt häufenden Niederlagen einreihen würde. Erst als Marco Reus in der 62. Minute das 1:0 für Dortmund schoss, gewann der BVB an Selbstbewusstein und legte vor. Doch dann erzielte Stuttgart den Ausgleich durch den Kopfballtreffer von Marc Oliver Kempf in der 71. Spielminute und alles war wieder offen. Dortmund aber blieb unbeirrt am Ball und sicherte sich so in der Nachspielzeit das 3:1. Der Jubel war nicht nur bei den Fans groß, auch in den Reihen der Spieler machte sich neuer Kampfgeist breit.

Am neu erwachten Erfolgswillen der Mannschaft scheint daher auch der Verlust der Tabellenführung nicht zu rütteln. Kapitän Marco Reus genoss seinen Führungstreffer sichtlich. Im Taumel des Glücks verkündete er nach dem Spiel gut gelaunt eine optimistische Zukunftsvision: Noch sei alles offen, um sich den Platz an der Spitze zurückzuerobern. Mit Blick auf den neu erstarkten Ehrgeiz der Mannschaft könnte er vielleicht sogar Recht behalten.